Life Cycle Costing in Schifffahrt und Schiffbau (Life Cycle Costing) [IGF-Nr. 421 ZN]

Durchführende Stelle: Technische Universität Berlin (Prof. Holbach), IPRI Stuttgart (Prof. Horvath, Dr. Seiter)

Bearbeitungszeitraum: 01.04.2012 bis 31.03.2014

Abschlussbericht: CMT 30/2014

Zusammenfassung der geplanten Ziele und Lösungsschritte

Motivation / Ausgangssituation

In den Bereichen Technologie – Ökonomie – Ökologie gewinnt zunehmend das Thema ganzheitlicher Modelle an Bedeutung, die alle drei Bereiche in einer Bewertungsskala zusammenführen. Diese ganzheitlichen Modelle bilden nicht nur die inhaltliche Breite der drei obigen Bereiche und deren Vernetzung ab, sondern auch deren Wechselwirkung über den Lebenszyklus des Produktes Schiff. Der BMWi-Abschlussbericht Evaluation des Forschungsprogramms „Schifffahrt und Meerestechnik für das 21. Jahrhundert“ für die Jahre 2005 - 2010 identifiziert als einen Mittelpunkt des zukünftigen Forschungsinteresses der Forschungsgruppe „Schiffstechnik“ den Themenkomplex Produktdiversifizierung, Produktqualität und Lebenszykluskosten.

Der durchschnittliche Lebenszyklus eines Schiffes beträgt 25 Jahre. Dieser Zyklus beginnt mit der Bedarfsanalyse und führt weiter über die Planung, Realisierung, Betrieb des Schiffes, mögliche Wiederverwendung bis hin zur Entsorgung.

Der wissenschaftliche Anspruch besteht unter anderem darin, ein geeignetes kausales Investitionsrechenmodell für das Produkt Schiff zu entwickeln. Zwei Anforderungen werden dabei an das Modell gestellt: (1) muss es realitätsnah und transparent, d.h. in der unternehmerischen Praxis anwendbar sein und (2) muss es techno-ökonomisch-ökologische Aspekte qualitativ und quantitativ berücksichtigen. Auf Basis der techno-ökonomisch-ökologischen Aspekte werden sowohl Investitionsentscheidungen getroffen als auch Instandhaltungs- und Ersatzkonzepte erstellt.

Zu den grundsätzlichen Entscheidungen zählen hier Investitionsentscheidungen und produktpositionierende Entscheidungen wie strategische Entscheidungen hinsichtlich der technischen und ökologischen Weiterentwicklung des Produktes Schiff, des After-Sales-Services (z.B. Ersatzteilkonzepte) oder der Produktvarianten.

Ansätze für eine eigenständige Lösung dieser Problematik sind in der maritimen Industrie bisher nicht zu erkennen.

Im Schiffbau und in der Schifffahrt wird Life Cycle Costing von der unternehmerischen Praxis aus zwei Perspektiven als zukünftig wichtig erachtet:

1.  Aus ökonomischer Perspektive zur Bewertung von möglichen Investitionskosten und Nutz­ungsmöglichkeiten sowie technologischer Weiterentwicklungen.

2.  Aus ökologischer Perspektive z.B. zur Auswahl geeigneter Antriebs-, Korrosionsschutz- und Recyclingkonzepte.

 

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