Schiffbauliche Unikatproduktion mit Erweiterter Realität (SUPER) [IGF-Nr. 19181 BG]

Durchführende Stellen: FhG AGP Rostock (Prof. Wanner, Hr. Sender), TUHH IPMT (Prof. Lödding, Dr. Friedewald)

Bearbeitungszeitraum: 01.12.2016 bis 30.11.2018

 


Motivation / Ausgangssituation

Die maritime Industrie ist durch eine Unikatproduktion gekennzeichnet. Durch die Größe und Komplexität der Produkte dauert die Entwicklung und Produktion eines Schiffes, bspw. eines Kreuzfahrers oder einer Luxusyacht, bis zu vier Jahren. Ein Großteil der Produktionsabläufe ist geprägt durch manuelle Tätigkeiten in der Ausrüstungsmontage. Die Arbeitsproduktivität in diesem Bereich zu steigern, ist für die Werften daher ein wichtiges Ziel, das gleichzeitig eine große Herausforderung darstellt.

 

Zusammenfassung der geplanten Ziele und Lösungsschritte

Um das Ziel der Produktivitätssteigerung zu erreichen, sollen im Forschungsvorhaben SUPER Werkzeuge für ein Augmented-Reality-System (AR-System) entwickelt werden, die die Informationsflüsse zwischen den direkten (Werker auf dem Shopfloor) und indirekten Bereichen (Qualitätsmanagement, Fertigungsplanung) deutlich verbessern. Die Zeiten für die Informationsbeschaffung verringern sich stark, da das Suchen von Informationen auf Zeichnungen, in Plänen oder Richtlinien entfällt. Darüber hinaus wird der zeitliche Aufwand für die Dokumentation von Fehlern oder Problemen deutlich minimiert. Die Entwicklung des Systems erfolgt unter Berücksichtigung der Gesamtproduktivität in direkten und indirekten Bereichen.

Der Lösungsweg ist in vier Arbeitspakete aufgeteilt. Zunächst erfolgt im Rahmen des ersten Arbeitspaketes die Analyse der Informationsflüsse inklusive Aufwandsbewertung. Dabei sollen unter anderem Transparenz über die Informationstätigkeiten in der Baustellenfertigung erlangt sowie mögliche und notwendige Informationsrückflüsse strukturiert dargestellt werden.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse werden im Arbeitspaket 2 passende AR- sowie Tracking-Technologien zur Informationsbereitstellung und -erfassung ausgewählt. Durch Verwendung eines Baukastenprinzips wird unterschiedlichen Nutzeranforderungen entsprochen und eine einfache Integration gewährleistet.

Das Arbeitspaket 3 umfasst alle notwendigen Schritte der Datenverarbeitung und -strukturierung zur Schaffung eines durchgehenden Informationsmediums. Dabei soll auch die Integrationsfähigkeit des Systems bei Unterauftragnehmern (insbesondere KMU) berücksichtigt werden.

Im letzten Arbeitspaket werden die aufgestellten Konzepte und das entwickelte System bei ausgewählten Teilnehmern des projektbegleitenden Ausschusses getestet und evaluiert. Durch eine Produktivitätsanalyse sowie Umfragen und Workshops sollen weitere Erkenntnisse über die Anwendung gesammelt werden.

Aufgrund eines hohen Anteils an Fremddienstleistungen bei der Wertschöpfung, sollen neben den Werften vor allem externe Ausrüster von den Ergebnissen dieses Vorhabens profitieren.

Downloads

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Veranstaltungen

Autonomous systems in air, land and sea: Risks & Reliability

29 June 2017, Portsmouth, UK

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Schiffs- und Meerestechnisches Kolloquium: Efficient Design and Operation of Cruise Vessels

30.06.2017, 14:00-15:00 Uhr, Hamburg

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Schiffs- und Meerestechnisches Kolloquium: Der Einsatz von integriertem CAD/CAM im modernen Schiffbau unter Berücksichtigung von verteilter gleichzeitiger Entwicklung (Concurrent Engineering) gestützt durch PLM/PDM mit Software von Siemens PLM

07.07.2017, 14:00-15:00 Uhr, Duisburg

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Schiffs- und Meerestechnisches Kolloquium: Numerische Simulation in der Eis- und Polartechnik

14.07.2017, 14:00-15:00 Uhr, Berlin

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Go-3D 2017

7. September 2017, Rostock, Germany

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11th Symposium on High-Performance Marine Vehicles – “Technologies for the Ship of the Future” (HIPER)

11 - 13 September 2017, Zevenwacht, South Africa

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