Inspektionsmethoden für die wiederkehrende Prüfung hochelastischer Dickschicht- und Strukturklebungen in Schiffbauanwendungen (Klebschichtinspektionsmethoden) [IGF-Nr. 19870 BG]

Durchführende Stellen: FhG IFAM Bremen (Dr. Markus Brede, Dr. Oliver Klapp), FhG IGP Rostock (Prof. Dr.-Ing. Wilko Flügge, Dr.-Ing Nikolai Glück)

Bearbeitungszeitraum: 01.02.2018 bis 31.01.2020


Kurzfassung des Vorhabens

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Qualifizierung von Inspektionsverfahren und -intervallen für die wiederkehrende zerstörungsfreie Prüfung von geklebten Verbindungen im Schiffbau, um so die Sicherheit der Verbindungen zu garantieren und damit den Einsatz der Klebtechnik zu ermöglichen. Dazu sind die Schiffbau-spezifischen Fehlertypen in strukturellen und hochelastischen Klebverbindungen zu identifizieren und deren Einfluss auf die Restlebensdauer zu ermitteln. Nachfolgend müssen Verfahren identifiziert, erprobt und ggf. adaptiert werden mit denen die zerstörungsfreie Ermittlung aller relevanten Eigenschaften der Klebungen nach der Fertigung und während der Schiffsbetriebsphase möglich ist. Abschließend sind Inspektionsroutinen und -intervalle in einem Regelwerkentwurf festzuschreiben. Der wissenschaftliche Lösungsweg sieht eine enge Zusammenarbeit mit dem PA, bestehend aus Werften, Geräteherstellern, Dienstleistern und einer regelsetzenden Klassifikationsgesellschaft, vor. Nach der Analyse der relevanten Fehlertypen, sind sowohl theoretische Untersuchungen als auch experimentelle Arbeiten im Labormaßstab geplant. Die Arbeiten zu den hochelastischen Klebstoffen erfolgen bei der Forschungsstelle 1 (IFAM), die zu den strukturellen Klebstoffen bei der FST 2 (IGP). In der letzten Projektphase werden alle Entwicklungen unter realen Umgebungsbedingungen an schiffbaulichen Strukturen erprobt. Im Ergebnis liegen neue Erkenntnisse zum Einfluss von Fehlern auf das Tragverhalten von schiffbaulichen Klebverbindungen sowie geeignete Inspektionsverfahren zu deren Überwachung vor. Für eine effiziente Umsetzbarkeit der Ergebnisse wird ein Merkblatt erstellt, das nach Projektende zu einer Richtlinie des DNV GL werden soll. Dadurch profitieren von den gemeinsamen Forschungsaktivitäten insbesondere die kmU, bei denen 2013 ca. 75% der 68.000 im Schiffbau Beschäftigten arbeiteten.

Der Ansatz ermöglicht Fügeprozesse ohne Schädigung der Substrate und so eine optimierte Materialausnutzung bei vergleichbaren oder auch erhöhten Lebensdauern. Ohne diese Grundlagenarbeit bleiben derartige Ansätze wenigen großen Unternehmen mit entsprechenden F&E-Ressourcen vorbehalten, für KMU ist dieser Aufwand nicht leistbar.

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Veranstaltungen

Seminar 'Composites technology for autonomous systems in offshore environments'

19 November 2018, Brussels, Belgium

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11. Rostocker Schweißtage - Aktuelle fügetechnische Entwicklungen im Schiffbau und der Offshore-Industrie

20. - 21. November 2018, Rostock, Deutschland

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CAESES Users Meeting 2019

18 - 20 September 2019, Berlin, Germany

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